Nahaufnahme einer Ladesäule als Symbol für Ladeverluste und Abrechnungs-Differenzen im WaTTamWaTT Tech Lab.

DIE UNGESCHÖNTE WAHRHEIT ÜBER DEN „VERSCHWUNDENEN“ STROM

Wer an der Ladesäule mit der Karte bezahlt und danach auf die Anzeige im Auto schaut, reibt sich oft die Augen: Warum habe ich laut Abrechnung 55 kWh bezahlt, aber im Akku sind nur 50 kWh gelandet? Wo sind die restlichen 10 % geblieben? Als Energieelektroniker erkläre ich euch, warum das kein Betrug ist, sondern Physik.

DER WIDERSTAND: PHYSIK LÄSST SICH NICHT BESCHEISSEN

Jeder Leiter – egal ob das dicke Kabel an der Säule oder die internen Leitungen im Auto – hat einen elektrischen Widerstand. Wenn Strom fließt, entsteht durch diesen Widerstand Wärme.

  • Die Faustformel: Ein Teil der Energie, für die du bezahlst, wird nicht in Reichweite umgewandelt, sondern verpufft als Wärme in den Kabeln und Bauteilen.

DIE „NEBENVERBRAUCHER“ BEIM LADEN

Dein Auto schläft nicht, während es lädt. Im Gegenteil:

  1. Das Thermomanagement: Besonders im Winter muss die Batterie (wie die Blade Battery) oft erst vorgewärmt werden, um den Strom überhaupt effizient aufnehmen zu können. Diese Heizung zieht ordentlich Energie direkt aus der Säule.
  2. Die Bordelektronik: Steuergeräte, Lüfter zur Kühlung und die Überwachungssysteme laufen während des gesamten Ladevorgangs und „naschen“ am Stromkabel mit.
  3. Wandlungsverluste: Wie wir im ersten Beitrag gelernt haben, muss AC-Strom im Auto umgewandelt werden. Auch dieser Prozess im On-Board-Charger ist nicht verlustfrei.

MEIN FAZIT FÜR LATERNERPARKER:

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